Wildunfall war vorgetäuscht

Polizei

Neustadt an der Aisch

18.06.2019

Ein 59jähriger aus dem östlichen Landkreis meldete am Montagnachmittag bei der Polizei Neustadt einen Wildunfall. Als der Mitteiler dann am Abend bei der Inspektion mit seinem Fahrzeug vorstellig wurde stellten die Ordnungshüter fest, dass die Beschädigungen an seinem Auto nicht mit einem Wildunfall korrespondierten. Vielmehr deuteten die Schäden auf einen Anstoß mit einem Hindernis hin. Nachdem die Beamten das dem 59jährigen vorhielten räumte dieser reumütig ein, dass er am Samstag im benachbarten Baden-Württemberg im Bereich des Polizeireviers Tübingen einen Verkehrsunfall hatte. Er sei dort in den so genannten „Sekundenschlaf“ gefallen und deshalb mit seinem Pkw von der Fahrbahn abgekommen, wo das Fahrzeug in eine Leitplanke krachte. Nach dem Unfall sei er weiter gefahren, ohne sich um den Schaden zu kümmern oder die örtliche Polizei zu verständigen. Aus Angst vor strafrechtlichen Konsequenzen habe er sich dann die Geschichte mit dem Wildunfall ausgedacht. Nun erwartet den 59jährigen ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Unerlaubtem Entfernen vom Unfallort sowie wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Der Sachschaden an deinem Auto wird von der Polizei mit rund 6.500 Euro beziffert.

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